Unser Projekt

"Ossi-Ausländer" unter der SED-Diktatur und in der Transformationszeit 1989/90 – historisch-politische Jugendbildung mit migrantischen Zeitzeug*innen

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Hochzeitsfeier, 19.8.1989,  Standesamt Leipzig-Mitte mit Bild von Erich Honecker, © MKZ

Forschung & Archiv

Im Rahmen des Projekts werden lebensgeschichtliche Interviews mit Personen geführt, die in die DDR migriert sind; etwa zur Ausbildung oder zum Studium, zur Arbeitsaufnahme oder aus politischen Gründen.

Wir arbeiten im Projekt mit Kooperations-partner*innen aus der Wissenschaft zusammen. Die Interviews führen je nach Ressourcen die Zeitzeugenstelle der Universität Erfurt und Mitarbeiter*innen des Multikulturellen Zentrums sowie Studierende der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.

Die lebensgeschichtlichen Zeugnisse werden im Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) sowie der Oral-History-Forschungsstelle der Universität Erfurt archiviert. Auf diese Weise werden sie ausschließlich zu Forschungs- und Bildungszwecken zur Verfügung gestellt und darüber ein Teil der Geschichte der Migration in Deutschland.

Jugendbildung
 

Neben der Erhebung und Archivierung der Interviews ist die zweite tragende Säule des Projekts die Durchführung von partizipativen Workshops mit interessierten Zeitzeug*innen und  Jugendlichen.

Die jungen Menschen haben selbst eine (Post-)Migrationsgeschichte und/oder kennen die DDR nur aus dem Schulunterricht oder aus  (Familien-) Erzählungen. In den außerschulischen Bildungsangeboten wird gemeinsam erarbeitet, welche Aspekte - etwa autoritärer Staat, Segregation, Rassismus oder Eigensinn - thematisiert werden.

Aus der gemeinsamen Bildungsarbeit entstehen auf der Basis der in den Mikroprojekten erstellten medialen Produkte digitale Formate für die (außer-)schulische Bildungsarbeit; in enger Kooperation mit Medienpädagog*innen, Filmemacher*innen und Designer*innen unter Beteiligung der Jugendlichen.